Wahlhelfer als staatsbürgerliche Pflicht


Ein Kommentar von WG-SchülerInnen

Für die Neuwahlen am 27.03 werden viele Wahlhelfer benötigt, die vom Staat bestimmt und verpflichtet werden.

Viele Bürger finden es nicht gut, dass man in dieses Amt eingeteilt wird und es nur aus wichtigen Gründen abgelehnt werden darf. Es gäbe genügend Bürger, die dies freiwillig machen würden und es wäre unnötig andere Leute zu verpflichten.

Dabei vergessen sie aber, dass die Wahlen nicht stattfinden könnten, wenn es nicht genügend Wahlhelfer gibt. Es ist richtig, dass andere dazu verpflichtet werden, wenn es nicht genügend freiwillige Helfer gibt. Die Wahlen sorgen für einen demokratischen und fairen Staat.

Jeder Bürger will einen solchen Staat, ist aber nicht bereit etwas dafür zu tun. Wenn wir Demokratie wollen, müssen wir auch Zeit und Aufwand dafür opfern können.

Sind Wahlplakate wirklich notwendig?


Ein Kommentar von WG-SchülerInnen

Im Zuge des Wahlkampfes gibt es überall in der Stadt Wahlplakate zu sehen, die an Laternen oder Zäunen hängen und somit das Stadtbild prägen. Doch brauchen wir wirklich Wahlplakate?

Die Polizei hat in diesen Tagen viel zu tun, da sie sich verärgerte Politiker und Bürger anhören muss, die wegen Sachbeschädigung der Wahlplakate eine Anzeige aufgeben wollen, sagte ein Polizeisprecher des Stadtteils Bad Wilhelmshöhe. Viele Leute informieren sich durch die Plakate über einzelne Kandidaten.

In der HNA hat man in dem Artikel „Allgewaltig und doch nicht bekannt“ vom 14.03.11 von Marcus Janz eine Umfrage über die einzelnen Oberbürgermeisterkandidaten gemacht, und dabei schnell gemerkt, dass viele Bürger nicht über die Kandidaten Bescheid wissen und nicht über diese informiert sind. Überraschend war, dass viele wussten wer Bertram Hilgen ist oder dass ihnen Dr. Andreas Jürgens bekannt war, weil er im Rollstuhl sitzt. Daran erkennt man, dass viele Bürger sich nur das Aussehen der Kandidaten einprägen und nicht ihre Wahlversprechen.

Viele Bürger achten auf die Bilder der Kandidaten und kennen nicht die Wahlprogramme, sie kennen den Kandidaten, Olaf Petersen von der Piraten Partei nur mit einem aufgerissenen Anzug und nicht seine Vorschläge. Meines Erachtens nach sind Wahlplakate ein gutes Mittel um Wähler kurz über die Kandidaten zu informieren. Auf der anderen Seite sind sie sehr teuer, umweltschädigend und lenken durch die Bilder von den Informationen ab, wodurch die Wähler nur die Bilder der Kandidaten interessant finden und sich nicht informieren und nicht informiert werden.

Politikerverhalten bei Facebook


Der Wahlkampf für die Kommunalwahlen im März 2011 ist voll im Gange. Überall an Zäunen, Litfaßsäulen oder einfach so aufgestellt sieht man die Wahlplakate der einzelnen Parteien oder Abgeordneten. Aber auch im sozialen Netzwerk Facebook geht die Werbung heiß her. Sowohl Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD), als auch die Kanidaten für die Oberbürgermeisterwahl Ernst Wegener (CDU), Andreas Jürgens (Bündnis90/Grüne), Olaf Petersen (Piratenpartei) und Kai Boeddinghaus (Kasseler Linke) werben für sich und ihre Partei bei Facebook. Der einzige Oberbürgermeisterkandidat, der nicht in Besitz eines Facebookaccounts ist, ist Bernd Häfner von den Freien Wählern.

Die einzelnen Politiker unterscheiden sich auf den ersten Blick in ihren Profilen nicht allzu sehr von einander: Da steht auf der Pinnwand was sie gerade politisches gemacht haben und auf den Bildern sieht man denjenigen auf Veranstaltungen. Erst beim zweiten Hinsehen kann man die jeweilige Partei in einigen Pinnwandeinträgen erkennen, außer derjenige hat sein Wahlplakat als Profilbild.
Am meisten werden Videos von politischen Veranstaltungen gepostet, aber auch die gerade abgeschlossene oder noch zu tuende Aktivität der Politiker ist keine Seltenheit auf den Pinnwänden. Manchmal geben auch die Bürgerinnen und Bürger ihre Meinung von demjenigen auf der Pinnwand preis oder geben Kommentare zu den Einträgen.
Natürlich ist auch jede Partei in Besitz einer Facebook-Fanseite, sogar von fast jeder Stadt oder Bundesland gibt es eine Fanseite der Parteien.
Diese Art der Präsentation der Kandidaten ist vor allem an Jugendliche gerichtet, denn Facebook ist ein soziales Netzwerk, das am meisten von Jugendlichen genutzt wird.
Peter Carqueville, SPD-Kanidat und unser Interviewparter, sagt dazu, dass diese Art der Werbung für ihn sehr passend ist, weil er keine Aufwandsentschädigung bekommt und die Werbung kostenlos ist. Aber er meint, dass Kanidaten, die nicht bei Facebook sind, keine Nachteile und genauso große Chancen wie die anderen haben, die Wahl zu gewinnen.

Mutwillige Zerstörung von Wahlplakaten


Nach fünf Jahren sind in Kassel wieder Kommunalwahlen. Verschiedene Parteien oder die Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl stellen ihre Wahlplakate auf. So kann sich der Wähler mit den Absichten der Parteien und den Gesichtern der Kandidaten vertraut machen. Einer, der für seine Partei Plakate aufgestellt hat, ist der achtundzwanzigjährige Student Benjamin Obermann.

Doch nach Aussage des Neu-Kandidierenden werden immer wieder Plakate zerstört. Obermann vermutet Täter, die gezielt den Parteien schaden wollen. In Kassel wurden in den vergangenen Wochen mehrfach Wahlplakate verschiedener großer Parteien entfernt oder verunstaltet. Daraufhin erstatteten die betroffenen Parteien Anzeige gegen die meist unbekannten Täter. Wird ein Täter gefasst, kommt er zuerst auf die Polizeiwache und wird dort verhört, wie auf der Polizeiwache Wilhelmshöhe bestätigt wurde. Wenn er die Tat gestanden hat oder die Indizien klar gegen ihn sprechen, bekommt er eine Anzeige wegen Sachbeschädigung und eine Geldstrafe, danach wird er sofort entlassen, sagte ein Polizeisprecher des Stadtteils Wilhelmshöhe. Das alles verursacht Kosten.

Wahlplakate sind ohnehin recht teuer und sie belasten die Umwelt durch hohen Papierverbrauch.

Des Weiteren ist das vollständige Programm einer Partei kaum aus einem Plakat zu entnehmen.

Jetzt stellt sich die Frage, ob Wahlplakate wirklich notwendig sind. Benjamin Obermann antwortet auf diese Frage, man könne sicherlich darauf verzichten, aber natürlich nur, wenn das dann alle Parteien einhielten.

Wahlplakate, Ja oder Nein?


 Wahlplakate, Ja oder Nein?

Dieses Jahr sind in Kassel wieder Wahlen. Die Parteien oder die Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl lassen ihre Wahlplakate aufstellen, um Werbung für sich zu machen. Doch häufig stellt sich die Frage ob Wahlplakate wirklich notwendig sind, denn zu oft wurden diese zerstört oder beschmiert. Zu diesem Thema hat der Neukandidat  Benjamin Obermann der FDP etwas berichtet. Der 28-Jährige hat sich schon als kleines Kind für die Politik interessiert und sich daher für die Wahl in der Stadtverordnetenversammlung beworben und als Ortsbeirat in seinem Stadtteil Wehlheiden.  Der angehende PoWi- und Geschichtslehrer ist skeptisch, denn er ist der  Meinung, dass Wahlplakate nicht ihren Zweck erfüllen würden. Wenn die Wahlplakate abgeschafft werden würden, dann müssten die Parteien oder die einzelnen Leute anders Werbung machen, wie zum Beispiel im Internet oder im Rathaus, wo man dann hingehen könnte, um sich die einzelnen Parteien anzuschauen und sich eine eigene Meinung über diese zu bilden. Außerdem ist er der Meinung, dass die Wahlplakate auch zu teuer sind und man dieses Geld gut anders einsetzen könnte. Trotzdem sind Wahlplakate auch nützlich, wenn sie nur nicht immer wieder zerstört oder beschmiert werden.                                                   

Ich bin fast der gleichen Meinung wie Herr Obermann. Trotzdem frage ich mich immer wieder, warum manche Leute überhaupt die Wahlplakate zerstören. Aber es ist auch eine gute Idee auf Wahlplakate zu verzichten, erstens wegen der Umweltverschmutzung und dem rausgeschmissenen Geld, aber auch weil Wahlplakate nicht informieren, sie lenken zum Teil ab. Leute, die das Plakat kurz betrachten, sehen meist nur das Gesicht oder den Spruch der dort drauf geschrieben ist. Die Leute wissen dann meist nicht, was die Partei ihnen verspricht und welche sich für sie lohnen.