Kunst oder Schrott?


Im Rahmen des Projekts "Gleisarbeiten" der WELLbeing-Stiftung waren wir auf der dOCUMENTA (13) unterwegs. Am Nordflügel des Kulturbahnhofs haben wir Passanten zu einem der umstrittenen Kunstwerke befragt - den so genannten "Schrottplatz". Ist das Kunst, oder kann das weg?

Wird der Herkules UNESCO Weltkulturerbe?


Der Herkules in seiner vollen Pracht.

Kommentar einiger WG-Schüler:

Wird der Herkules Weltkulturerbe werden? Diese Frage bewegt die Bevölkerung Kassels und wirft viele neue Fragen auf.
Die Kassler interessieren sich besonders für den Tag der Ernennung zum UNESCO Weltkulturerbe (Das heißt auf deutsch „Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur“) und die Kosten der Sanierung. Auch wollen sie wissen, wie sich die Ernennung auf den Tourismus und den daraus folgenden wirtschaftlichen Umschwung auswirkt.

Der Kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion Kassel und Ortsvorsteher Bad Wilhelmshöhe Martin Engels sagte zu diesem Thema, dass die Ernennung für Kassel eine sehr positive Entwicklung wäre und deshalb völlig zu befürworten sei.

Nach Herrn Engels ist der Herkules auf einem guten Weg zum Weltkulturerbe, weil er alle Kriterien zur Ernennung erfüllt, die grundsätzlich beinhalten, dass das besagte Objekt einmalig und authentisch ist.

Der Herkules hat außerdem gute Chancen UNESCO Weltkulturerbe zu werden, da er die größte Bronzestatur nördlich der Alpen ist und die Wasserspiele ihresgleichen suchen, weil die fast 60 Meter hohe Fontäne ohne die Hilfe von Pumpen erzeugt wird. Auch die italienische Stadt Carserta besitzt eine ähnliche Anlag wie die in Kassel, die vom Herkules kopiert worden ist und 50 Jahre später fertig gestellt wurde. Diese Anlage ist schon Weltkulturerbe.
Die Bewerbung für das UNESCO Weltkulturerbe, die ca. 340 Seiten und 200 Fotos umfasst wird im Moment in allgemeinverständliches Englisch übersetzt, damit es jeder versteht.
Herr Engels berichtete, dass das Geld für die Sanierung vom Land Hessen gestellt wird. Für die Museumslandschaft Kassels werden 200 Millionen Euro zu Verfügung gestellt. Die Sanierung des Herkules beanspruchte bis zum Januar 2011 schon 39 Millionen Euro und wird bis 2012 noch mehr Geld benötigen.

Manche Kritiker behaupten, dass das Geld besser an anderer Stelle verwendet werden sollte.

Doch andere meinen, dass die Kultur geschützt werden muss und das durch die Ernennung zum Weltkulturerbe die Zahl der Touristen sich fast verdoppeln würde (von 380.000 vermutlich auf 680.000 Touristen) und der Wirtschaft einen Aufschwung geben würde da jeder Tourist durchschnittlich 20€- 70€ pro Tag in der Stadt lässt.

Zu vermuten wäre allerdings, dass diese Touristen den Bergpark und den Herkules stärker verschmutzen und beschädigen würden als im Moment der Fall ist.

Ich meine, dass viel dafür spricht, dass der Herkules zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt werden soll, weil so mehr Touristen kommen könnten und Geld in der Stadt lassen würden. Da der Bergpark so groß ist, würden sich die Touristen gut verteilen und die meisten Kassler würden den Unterschied an Touristen im Bergpark kaum bemerken.

Herkules wird UNESCO-Kulturerbe?!


Soll der Herkules zum UNESCO-Kulturerbe erklärt werden? Was ist die UNESCO?

Diese und andere Fragen stellten wir am 17. März 2011 Herr Engels (Kulturpolitischer Sprecher der CDU / Ortsvorsteher Wilhelmshöhe), den wir interviewten.

Die UNESCO ist eine Organisation welche sich für Bildung, Wissenschaften und Kultur einsetzt um sie zu schützen und zu erhalten.

Ein Projekt der UNESCO ist es kulturelle Orte zu erhalten und nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Doch bevor der Herkules zum Kulturerbe erklärt wird kann, lässt die Stadt Kassel ihr Wahrzeichen restaurieren. Für die Restauration wurden schon von den 200 Millionen Euro, die für die Museumslandschaft zur Verfügung stehen, 39 Millionen für den Herkules ausgegeben. Das Geld wird vom Land Hessen finanziert. Wenn man sich den Betrag anguckt, kann man meinen, dass das Geld auch für Bildungseinrichtungen benutzt werden könnte. Es wäre nur ein Bruchteil der 39 Millionen Euro nötig.

Die Arbeiten am Herkules dauern von 2007 an und werden voraussichtlich 2012 beendet. Die Bewerbung kann unterschiedlich ausfallen, es sind zwei Seiten möglich, jedoch auch 1000 Seiten. Die Bewerbung des Herkules umfasst 19 Ordner. Dank der Restauration und Ernennung werden Planmäßig 680.000 Besucher pro Jahr, 300.000 mehr als zuvor kommen. Durch diesen Andrang von Besuchern, würde die Stadt Kassel mehr Einnehmen und einen berühmteren Status erhalten.

Die Gefahr besteht, dass der Bergpark durch den starken Besucherandrang nicht mehr so ruhig und idyllisch sein wird, wie bisher. Ein weiterer Punkt ist die zunehmende Verschmutzung durch den steigenden Tourismus, der Lebensraum für die Tiere würde sich stark eingrenzen. Für die zukünftigen Besucherstürme, welche den Herkules besichtigen wollen, werden höchstwahrscheinlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommen müssen, da die Parkplätze nicht ausreichend sind.

All diese Aspekte haben positive und negative Wirkung auf den weiteren Werdegang des Herkules, Bergparks und der Stadt Kassel.

Zukunft der Wilson-Skatehalle


Die Skatehalle des Ersten Skateboardvereins Kassel e.V., Mr. Wilson, steht vor dem aus, weil ein neuer Besitzer die Halle nicht mehr zur Verfügung stellt! Das Geld, das für das Mieten einer neuen Halle nötig ist, kann vom Verein allein nicht bezahlt werden. Deshalb hat die Kasseler Skaterszene eine Demonstration vor dem Kasseler Rathaus veranstaltet und Forderung auf Förderung an die Stadt gestellt.

Die Praktikanten des Offenen Kanals waren dabei und haben mit einem Clip über die Demo berichtet:

Vielen Dank für den Bericht - KasselAssel hofft darauf, dass Oberbürgermeister Bertram Hilgen sein Versprechen nach der Wahl verwirklicht und sich für eine neue Halle einsetzt. Kassel braucht ein vielfältiges Freizeit- und Kulturangebot für junge BürgerInnen, und Mr.Wilson ist ein toller Teil davon!

Neuigkeiten zur Entwicklung und weitere Informationen gibt es auf www.mister-wilson.de.