Junge Menschen porträtieren Kasseler Stadtverordnete

Kassel. (gr) An einem Projekt zu Kommunalpolitik und Medienpraxis arbeiten SchülerInnen des Lichtenberg-Gymnasiums und des Goethe-Gymnasiums bereits seit fünf Wochen konzentriert in ihrem Politik- und Deutschunterricht. Dabei lernen die knapp 60 SiebtklässlerInnen Mitglieder der Kasseler Stadtverordnetenversammlung kennen, interviewen sie in kleinen Video-Porträts zu ihrem politischen Ehrenamt und stellen die Ergebnisse anschließend für anderen junge Menschen auf www.kasselassel.de online.
Ob am Schloss Wilhelmshöhe, vor der Orangerie, an der Fulda oder im Rathaus – in der letzten Woche liefen die Dreharbeiten auf Hochtouren. Neun von 12 geplanten PolitikerInnen-Porträts wurden bereits abgedreht. Harry Völler, Monika Sprafke, Christine Hesse, Petra Friedrich, Kai Boeddinghaus, Frank Oberbrunner, Uwe Frankenberger, Karl Schöberl und Kaja Börner nahmen sich bei ausgezeichnetem Drehwetter Zeit, um an ihren Lieblingsorten politische sowie persönliche Fragen zu beantworten. Anja Lipschik, Dominik Kalb und Bernd Häfner bekommen in dieser Woche die Gelegenheit, über ihre politische Motivation, über vielfältige Erfahrungen mit der Kommunalpolitik und auch über Persönliches mit den KasselAssel-KinderreporterInnen sprechen.
Damit die engagierte Arbeit der SchülerInnen auch von anderen angemessen wertgeschätzt und begutachtet wird, werden die Projektergebnisse am 19. April 2012 um 17:00 Uhr im Bürgersaal im Kasseler Rathaus in offiziellem Rahmen der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.
Das aktuelle Projekt der „KasselAssel-KinderreporterInnen“ wird von Studierenden der Universität Kassel in Kooperation mit dem jungen Verein „Die Kopiloten e.V. - Politische Bildung im kommunalen Raum“ organisiert und durchgeführt. Ziel des aktuellen Projektes ist es, jungen Menschen einen realistischen Einblick in das politische Engagement von KommunalpolitikerInnen zu ermöglichen und das von den Medien vermittelte Bild von PolitikerInnen zu entzerren . „Außerdem sollen die SchülerInnen aber auch über ihre eigenen, informellen Partizipationsmöglichkeiten in der Stadt informiert werden. Sie lernen die Schnittstellen von Beteiligung kennen und werden für politische Mitbestimmung begeistert“, erklärt Oliver Emde, Projektleiter und Vorsitzender des Vereins.